HANNS. A pioneers magazine_2/2026

Hightech gegen Schädlinge: Fliegenzucht unterstützt nachhaltige Landwirtschaft

Mangoplantage

Im Süden Perus werden jede Woche rund 18 Millionen sterile Fliegen gezüchtet, um die Fruchtfliege Ceratitis capitata zu bekämpfen – einen der größten Schädlinge für Obst und Gemüse. Ziel des Programms ist es, die Population langfristig zu reduzieren und gleichzeitig Ernteerträge und Qualität zu verbessern.

Dafür wird die sogenannte Sterile-Insekten-Technik eingesetzt. Die Fliegen werden unter kontrollierten Bedingungen gezüchtet und anschließend durch Bestrahlung sterilisiert. Danach werden die männlichen Tiere in der Natur freigesetzt. Sie paaren sich mit wilden Weibchen, ohne Nachwuchs zu erzeugen. So geht die Schädlingspopulation Schritt für Schritt zurück – ganz ohne chemische Pestizide.

Ein zentraler Baustein der Anlage ist ein dampfbeheizter Extruder. In diesem System wird das Futter für die Fliegen aufbereitet. Ein Teil der Larven wird dort getrocknet und anschließend als nährstoffreiches, hochwertiges Futter wiederverwendet. Das sorgt für einen geschlossenen, effizienten Kreislauf und sichert eine stabile Produktion.

Hier kommt die Business Unit Rotary ins Spiel. Mit der Deublin Serie N12 stellt Rotary eine Schlüsselkomponente für den Extruder bereit. Die Drehdurchführung sorgt dafür, dass Dampf zuverlässig in das rotierende System gelangt. Dadurch bleiben Temperatur und Prozessbedingungen konstant. Das ist entscheidend für eine gleichmäßige Trocknung der Larven und für die hohe Qualität des Futters – zwei wichtige Faktoren für den gesamten Zuchtprozess. Die Zusammenarbeit zwischen den peruanischen Landwirtschaftsbehörden und Deublin besteht seit 2018. Nach einer Analyse vor Ort wurde die Lösung gemeinsam umgesetzt und seitdem wird sie kontinuierlich betreut und verbessert.

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